Bürger kritisieren Gerwerbemix und Grünflächenpflege

Berliner Woche – 10.09.2014
Ulrike Martin

berlinerwoche0914

Silvia Härtel sammelte Kritikpunkte und Vorschläge beim Marktplatz der Ideen. Foto: Ulrike Martin – Berliner Woche

Lankwitz. Was fehlt im Kiez, was könnte besser sein, was wünschen sich die Anwohner? Am Freitag und Sonnabend, 5. und 6. September, kamen rund 40 Lankwitzer zusammen, um zu diskutieren und Lösungsansätze zu finden.

Zum „Marktplatz der Ideen“ hatten der Verein Spiel & Action und der Runde Tisch Lankwitz-Südende eingeladen. Im Rosengarten hinter der Käseglocke wurden auf Stelltafeln und Flipcharts die Anliegen gesammelt.

Am Nachmittag des zweiten Tages zog Silvia Härtel, Geschäftsführern bei Spiel & Action und Sprecherin des Runden Tisches, das Fazit: „Es gab viele interessante Gespräche und Diskussionen, viele Anwohner wollen etwas bewegen.“

Zu den drängendsten Problemen gehört die fehlende Gewerbevielfalt. „Es gibt vier oder fünf Döner-Buden und sechs Friseure, aber kein Geschäft, in dem ich zum Beispiel Papier kaufen kann“, sagt Härtel. Auch die Pflege von Grünflächen lasse zu wünschen übrig. Es gab Beschwerden über kniehohe Brennnesseln und abbrechende Äste. Die Fassade der Käseglocke, ein Baudenkmal, müsste auf Vordermann gebracht werden, auch die Regenrinne ist undicht. Und am extra eingerichteten Kindertisch wünschten sich die Mädchen und Jungs eine Rutsche für den Spielplatz des Vereins.

Dieses Anliegen scheint lösbar zu sein: Falls woanders eine Rutsche nicht mehr benötigt werde, könnte sie hier aufgebaut werden, so ein Vorschlag von Jugendstadträtin Christa-Markl-Vieto (B‘90/Grüne). Auch Michael Karnetzki (SPD), Stadtrat für Immobilien und Verkehr besuchte den Ideen-Marktplatz. Zum nicht vorhandenen Branchenmix sagte er, man müsse mit den ansässigen Gewebetreibenden sprechen und herausfinden, welche Geschäfte fehlen.

Silvia Härtel will dran bleiben, die Anregungen in die BVV tragen und auch am Runden Tisch weiter diskutieren. „Wir müssen mehr Jugendliche aktivieren und auch die 20- bis 40-Jährigen aus den Wohnungen holen“, erklärt sie. „Wenn jeder nur ein bisschen mithilft, können wir einiges bewegen“. Ein Beispiel: „Wie wäre es mit Paten, die ein bis zwei Quadratmeter unseres Garten oder ein Stück Park pflegen? Damit wäre viel getan.“ Um noch mehr Anwohner zu erreichen überlegt sie jetzt, ein Picknick mit Musik auf dem gegenüberliegenden Vorplatz des Rathauses Lankwitz zu organisieren.

Mehr Infos auf http://zukunft-lankwitz.de, zum Runden Tisch unter   76 68 63 47 und auf www.runde-tische.steglitz-zehlendorf.de

 

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