Archiv für den Monat Februar 2015

Ich will doch nur spielen

ZEITmagazin 5. September 2009  von Tanja Stelzer

Eltern fördern ihre Kinder heute wie nie zuvor – und helfen oft mit Therapien und Medikamenten nach. Aber welchen Preis bezahlen die Kinder für den Erfolg?

Vera Klischan, Schulleiterin der Hamburger Gorch-Fock-Grundschule, sitzt in ihrem Büro und wartet darauf, dass der Reisebus auf den Parkplatz vor ihrem Fenster rollt. Die 3b kommt von einer Klassenfahrt zurück. Sie machen jetzt übrigens Reisen völlig ohne Programm. Eine Woche ausspannen. Nichts tun: im wohlhabendenBlankenese , wo die Grundschule liegt, ist das der wahre Luxus – für die Eltern mit ihren wichtigen Jobs wie für die Kinder, die nicht weniger beschäftigt sind.

Das ganze Land redet von Förderung, davon, wie Kinder mithalten können im internationalen Vergleich – und diese Schule lernt das Runterkommen? Das Loslassen? Das hat damit zu tun, dass es den Kindern, die hier zur Schule gehen, nicht so blendend geht, wie man denken könnte. Obwohl zu Weihnachten und zu den Geburtstagen keine nennenswerten Wünsche ausgelassen werden, obwohl die Kinder gebildete Eltern haben, hoch- und höchstqualifiziert im Beruf, fürsorglich im Privaten. Diesen Kindern wird Aufmerksamkeit geschenkt, manche würden sagen: Sie werden so sehr geliebt wie keine Generation vor ihnen.

Obwohl man also bessere Startchancen kaum haben könnte im Leben, ist es hier nicht anders als überall sonst im Land, quer durch die Schichten: Kinderärzte verschreiben schätzungsweise einem Drittel der Schüler Stunden beim Ergotherapeuten, beim Logopäden, beim Lerntherapeuten. Man fragt sich, wann die Kinder Zeit haben, in ihren liebevoll eingerichteten Zimmern zu spielen: Sie gehen zum Hockey, zum Tennis, zum Segeln, zur Musikstunde, manchmal haben sie an einem Nachmittag zwei bis drei Programmpunkte zu absolvieren. Und dann eben noch die Therapie.

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Bericht aus der AG §78 vom 9.02.2015

Die wichtigsten Ereignisse aus der kurzen und knappen AG §78 Sitzung zusammenzufassen ist gar nicht so einfach wie es scheint, aber ich werde mir Mühe geben mich kurz zu fassen, und alles weitere können Sie dann wenn Sie mögen dem Protokoll was Sie als Link am Ende dieses Artikels finden entnehmen.

Im ersten Schritt nach den verschiedenen Berichten aus den Gremien in Steglitz-Zehlendorf wurde dieser Blog vorgestellt und der Sinn, Zweck und Nutzen den er bringen kann wenn sich möglichst viele Menschen beteiligen. Wir möchten und da waren sich alle Anwesenden einig in einem möglichst grossen Spektrum berichten was sich in der Region B und drum herum so tut, und das für alle die es interessiert. Für Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen wie für Fachkräfte aus den verschiedenen Bereichen.

srlIm Anschluß an die erfolgreiche Präsentation, berichtete Hr. Schönbauer über den aktuellen Stand des SRL-Projektes, und ich gehe davon aus das es hierzu in  einen gesonderten Artikel geben wird. Die wichtigsten Fakten im Überblick sind das seit Mitte Januar die Finanzierung steht, Frau Weber die Fachliche Leitung des SRL-Projektes übernommen hat, da Herr König für ein anderes Projekt in die Senatsverwaltung ausgeliehen worden ist. Das Innovationsteam am wachsen, verändern, planen und neustruktuieren ist, was der gesonderte Artikel bestimmt besser erklären wird, als was hier möglich ist. Es gibt zum SRL-Projekt einen eigenen Blog den Sie mit folgendem Link finden können:  www.srl-projekt.de

Mit dem Weggang von Herrn König, hat Frau Weber nicht nur die Fachaufsicht über das SRL-Projekt übernommen, sondern auch in Vertretung die Regionalleitung. Ihre Stellvertretung ist Frau Riehmeyer (Leitung des Regionalteam B1). Das Regionalteam B2 soll längerfristig von Frau König übernommen werden.  Was diese personellen Veränderungen für Konsequenze in der Region B nach sich ziehen werden, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Wir dürfen gespannt sein.

steglitzhilftIm weiteren Verlauf der Sitzung wurde von verschieden Akteuren aus Lichterfelde Süd über die Situation der Flüchtlinge in der Sporthalle am Ostpreußendamm / Lippstätterstraße berichtet, wo aktuell zwischen 200 und 250 Flüchtlinge aus Serbien, Kroatien und Mazedonien untergebracht sind. Über die Flüchtlinge wurde in einem vorangegangenen Artikel „Flüchtlinge sind in der Region B herzlich willkommen!“ bereits berichtet.  An dieser Stelle nur kurz der Aufruf es werden Händeringend Kleidung für junge Männer gebraucht, incl. Schuhe und Hygieneartikel. Keine Frauen oder Kinderkleidung.

Weitere Infomationen finden Sie unter http://www.steglitz-hilft.de

Dies war kurz und knapp zusammengefasst der Bericht mit den wichtigsten Punkten aus der AG §78 der Region B vom 9.02.2015. Alles weitere können Sie im Protokoll nachlesen, was wir für Sie als PDF auch hier hinterlegt haben.

Die nächste AG §78 Region B trifft sich am 20. April 2015 mit unter anderem der Vorstellung des Aktionsplanes zur Alkoholprävention in Steglitz-Zehlendorf.

Flüchtlinge sind in der Region B herzlich willkommen!

Seit Weihnachten 2014  leben bis zu 250 Flüchtlinge in der der Sporthalle in der Lippstädter Straße 5 in Lichterfelde, die im Auftrag des Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) als Notunterkunft eingerichtet wurde und seither vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) betrieben wird.. Gleich nach dem die ersten Flüchtlinge in unserem Kiez angekommen sind, haben Mitarbeitende des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. unter dem Motto #steglitzhilft eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Alle Berichte hierüber finden Sie auf der Internetseite des Vereins  www.stadtteilzentrum-steglitz.de in der Rubrik “Aktuelles”.

Mixity - Two joint hands symbolizing diversityDie Spendenbereitschaft der Menschen aus der Nachbarschaft war (und ist weiterhin) enorm – wir konnten alle Flüchtlinge mit dem Nötigsten an Kleidung versorgen. Viele Menschen haben darüber hinaus Spielzeug und Hygieneartikel ins KiJuNa oder direkt in die Sporthalle gebracht. Grandios. Allerdings sind mittlerweile alle Lager voll – und wir können derzeit keine weitere Kleidung annehmen (Ausnahme: Kleidung für junge Männer in schlanken Größen). Auch Hygieneartikel (aktuell v.a. Deoroller, Haarshampoo, Zahnbürsten) werden weiterhin gebraucht.

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