Archiv des Autors: chwillms

Care Leaver

Care Leaver
Was kommt nach der Jugendhilfe?
Junge Frauen und Männer verlassen in der Regel ihr Elternhaus häufig erst mit 25 Jahren.
Junge Menschen aber, die ihr Kindheit und Jugend in der Jugendhilfe verbracht haben, werden aufgefordert nach ihrem 18. Lebensjahr ihr Leben ohne Begleitung und Unterstützung zu meistern.
Gerade in dieser sensiblen Überbrückungsphase kommt es häufig zu Abbrüchen,Mädchen 1 im beruflichen Kontext als auch in der Wohnungssituation, in dieser Phase finden die häufigsten Beziehungsabbrüche statt.

Es bedarf erhebliche Ressourcen um diese Lebensphase zu bewältigen.
Die Lebensläufe der jungen Menschen, die in der Jugendhilfe aufgewachsen sind, sind häufig geprägt von unterschiedlichen familiären, sozialen und ökonomischen Risikolagen denen Kontinuität und Stabilität fehlt.
Die also häufig nicht geradlinigen Lebensläufe setzen sich dann fort, ein gesteigertes Armutsrisiko ist die Folge, arbeitsmarktbezogene Probleme treten verstärkt auf. Bedingt durch eine Scheu Behörden aufzusuchen, kann Kleinkriminalität erfolgen, ein weiteres Problem das zu verzeichnen ist, ist die Wohnungslosigkeit bei jungen Erwachsenen die in den letzten Jahren gestiegen.
2012 lebten in Deutschland ca. 130.000 in der Jugendhilfe, davon waren nur knapp 10 % im Alter von 18-21 Jahren, weniger als 1% waren über 21 Jahre.
Eine Forderung sollte sein:
Den Rechtsanspruch auf Erziehungshilfe über die Volljährigkeit hinaus ernst zu nehmen!

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100 Fahrräder für 100 Kids

Projekt „100 Fahrräder für 100 Kids“

Spenden Sie ein Ersatzteil bei Stadler

Jede Spende verhilft einem Berliner Heimkind zu einem verkehrssicherem Fahrrad
Fahrrad Bunt
Stadler hilft. Helfen Sie mit!
Die vorhandenen Fahrräder der Kinder in den stationären Jugendhilfeeinrichtungen sind oft in einem verkehrsunsicherem Zustand. Ein eigenes Fahrrad ist für viele Kinder eine Möglichkeit seine Umgebung kennen zu lernen und mobil zu sein.

Stadler überprüft die vorhandenen Fahrräder in den Einrichtungen auf ihre Reparaturbedürftigkeit und stellt mit Hilfe Ihrer Ersatzteilspende die Verkehrssicherheit wieder her.

Die Kosten für die Prüfung und fachgerechte Montage übernimmt Stadler.
Die neuen oder reparierten Fahrräder gibt es für die Kinder kostenfrei aber nicht umsonst. Die Kinder nehmen an einer Verkehrsschulung und an organisierten Fahrradtouren teil. So wird die Sicherheit beim Fahrradfahren erhöht, die Mobilität unterstützt und den Kindern der sportliche Aspekt des Radfahrens näher gebracht.
Der gemeinnützige Verein „ dare e.V.“ koordiniert und begleitet dieses Hilfsangebot.
„dare“ bringt in Kooperation mit freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, sowie im Rahmen verschiedener Patenschaften Berliner Heimkindern ein Stück gesellschaftliche Normalität zurück.

Work and Box Company Berlin

Gewaltbereite Jugendliche sind in vielen Medien ein Thema, entsprechende Hilfen gibt es hingegen wenig. Mit der Work and Box Company in Berlin Reinickendorf gibt es ein neues Projekt nach dem bereits bestehenden Konzept in München. Dort wird seit 2003 jugendlichen Mehrfachstraftätern erfolgreich der Weg zurück in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt geebnet.

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Jugendberufsagentur für Berlin

 

Jugendberufsagenturen für Berlin

Am 04.09.2014 fand in der Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin die Auftaktveranstaltung für eine Jugendberufsagentur in Berlin statt. intern 224
An der Podiumsdiskussion nahmen teil:
Frau Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend, und Wissenschaft,
Herr Komoß, Bezirksbürgermeister von Marzahn-Hellersdorf,
Herr Schulz, Geschäftsführer des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung,
Herr Wiegand, Geschäftsführer der Handwerkskammer Berlin,
Frau Cordt, Leiterin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Berlin-Brandenburg,
die Moderation hatte Frau Heise, Deutschlandradio Kultur
In allen Berliner Bezirken soll eine Jugendberufsagentur installiert werden;
Zurzeit sind ca. 18.200 Menschen in Berlin unter 25 Jahren arbeitslos, die Übergänge von Schule ins Berufsleben oder Studium gelingt in vielen Fällen nicht reibungslos oder gar nicht.
11,6 % der 15-25 Jährigen sind in Berlin arbeitslos, eine Situation, die nicht hinnehmbar ist.
Es gibt viele Institutionen, die getrennt voneinander arbeiten, Jugendliche erhalten häufig sehr viele aber unterschiedliche Informationen. Durch die Jugendberufsagentur erfolgt Beratung aus einer Hand, die Maßnahmen werden aufeinander abgestimmt, vorhandene Ressourcen werden vermittelt.
Notwendig ist qualifizierte Beratung anzubieten und nicht nur bloße Informationen weiterzugeben.
Die abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Arbeitsförderung, Grundsicherung für Arbeitssuchende und Jugendhilfe soll Jugendliche darin unterstützen, ihren Weg ins Berufsleben erfolgreich zu beschreiten. Dies ist aber nicht das alleinige Ziel, vielmehr geht es auch darum, junge Menschen gut in ein selbständiges Erwachsenenleben zu begleiten dazu gehört auch, ihnen die Möglichkeit zu geben in gesicherten Wohnverhältnissen zu leben, ebenso wie die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung.
Einig waren sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion dass der Erfolg in Hamburg die Jugendarbeitslosigkeit zu senken für Berlin auch eine Möglichkeit sein könnte, das Konzept müsse aber auf die Berliner Strukturen angepasst werden.

Bündnis für die Schwierigen

Berlinweit hat sich die Zahl der Jugendlichen erhöht, die in stationären Einrichtungen nicht zu halten sind. Landesjugendamt, öffentliche und freie Träger haben sich in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe Gedanken dazu gemacht, wie sinnvolle Halteoptionen in Krisen aussehen könnten:

Halteoptionen für Kinder und Jugendliche während krisenhafter Situationen in stationären Einrichtungen.

buendnissschwierige

In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Landesjugendamt und freien und öffentlichen Trägern wird erarbeitet, welche Halteoptionen möglich sind, um Kinder und Jugendliche in stationären Einrichtungen halten zu können.

  • Reduzierung der Betreuungsdichte und ggf. Hinzunahme von externen auch aufsuchenden Fachkräften
  • Hinzunahme von intern zur Verfügung stehenden professionellen und nicht professionellen Mitarbeitern oder auch Bezugspersonen des familiären Umfeldes
  • Hinzunahme von externen Fachkräften
  • Erhöhung der Betreuungsdichte in der jeweiligen Gruppe
  • Verstärkung der Betreuung für den jungen Menschen
  • Vorübergehende Betreuung in mobiler Form
  • Vorübergehende interne Verlegung
  • Vorübergehende externe Verlegung des jungen Menschen in eine andere Einrichtung oder Beurlaubung zu Bezugspersonen des familiären/sozialen Umfeldes zur Beruhigung sowie Atem- und Denkpause für alle Beteiligten

 

Verselbstständigung im WG Alltag bei Sozialarbeit und Segeln

 

Die Wohngemeinschaft Ostpreußendamm, welche Platz für 4 Jugendliche bietet, liegt in Lichterfelde, eingebunden in mehrere Einfamilienhäuser. Eine günstige Verkehrs- sowie eine gute infrastrukturelle Anbindung zeichnet die Lage aus. So sind Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebote schnell zu erreichen.

Das individuellfoto1 gestaltete Haus, bietet jeder/m Jugendlichen Platz für ein Einzelzimmer, sowie eine Küche, ein großer Wohnraum mit Essecke, zwei Bäder und eine kleine Gartenterrasse.

Das Setting mit betreuungsfreien Zeiten bietet den Jugendlichen Freiräume für die eigene Entwicklung sowie die Möglichkeit gemeinsam mit anderen ihren Alltag zu bewältigen, aber auch ein individuell gestaltbares Hilfskonstrukt mit Bezugsbetreuersystem durch pädagogische Fachkräfte. Die Gruppenwohnform, als Vorstufe zum Einzel-BEW, soll dabei Kommunikations- und Kontaktfähigkeit fördern, eigene Ansprüche und Grenzen aufzeigen, sowie soziale Kompetenzen fördern. Zunehmend soll die Verantwortung immer stärker von der Einrichtung auf den einzelnen  Heranwachsenden übergehen. Betreuungsfreie Zeiten, am Samstag und Sonntag, sowie nachts sind deshalb, als Vorbereitung auf ein zukünftiges Alleinleben eingeplant. Die Erreichbarkeit eines Betreuers ist, unabhängig von den Betreuungszeiten vor Ort, über telefonischen Kontakt sicher gestellt. Die Betreuungsform der WG versteht sich als ganzheitliche Hilfe zur Selbsthilfe.